Rektoskopie

Die Rektoskopie dient der Untersuchung des letzten Abschnittes des Dickdarms (Rektum) und wird auch Mastdarmspiegelung genannt. Der letzte Darmabschnitt ist etwa 25 cm lang unterteilt sich in den Analkanal und das Rektum.

Die Untersuchung geschieht in der Regel mit einem starren Anoskop, Proktoskop oder Rektoskop. Die starren Endoskope unterscheiden sich im Wesentlichen durch ihre Länge (von 6 cm bis 30 cm) und dienen verschiedenen diagnostischen und therapeutischen Untersuchungen und Eingriffen sowie der Krebsfrüherkennung.

Die Einführung des starren Rektoskops geschieht durch eine natürliche Körperöffnung, dem After. (Anus) Zur Überwindung des rektalen Schließmuskels (Sphinkter) soll sich der Patient entspannt hinlegen. (Die Untersuchung kann in verschiedenen Körperlagen geschehen) Zusätzlich kann der Analbereich mit einem Gleitgel eingeschmiert werden, was die Einführung eines Rektoskops erleichtert. Mit Hilfe des Endoskops ist es nun möglich, das Innere des Enddarms (Rektums) anzusehen.

Anoskope, Proktoskope und Rektoskope bestehen aus einem Metallrohr mit einem Durchmesser zwischen 16 und 22 mm, einem Handgriff und einer Kaltlichtbeleuchtung durch die Instrumente zur therapeutischen Behandlung durchgeführt werden können.

Dabei kommen in der Regel Biopsiezangen, Polypektomieschlingen, Injektionsnadeln und Gummibandligaturgeräte um Einsatz.

Mit ihnen können Gewebeproben entnommen, Polypen abgetragen oder Hämorrhoiden behandelt und Blutungen gestillt werden.

Blutungen im Dickdarm können durch Unterspritzung, Ligatur oder mit einem Clip oder auch mit einer besonderen Klebetechnik (Fibrinverklebung) zum Stillstand gebracht werden.

Bei auftretenden Beschwerden im Analbereich stellt sich häufig die Diagnose nach Hämorrhoiden. Diese werden dann unter Zuhilfenahme eines Proktoskops mittels einer Injektionsnadel unterspritzt bzw. mittels eines Hämorrhoidenligators und der Gummibandligatur behandelt.

Da diese Maßnahmen in der Regel in einem schmerzunempfindlichen Bereich des Rektums, nämlich über der „linea denta“ durchgeführt werden, geschieht diese Untersuchung in der Regel ohne Betäubung und ist weitgehendst schmerzfrei. Ein Druckgefühl, das durch die Insufflation von Luft zustande kommen kann, vergeht unmittelbar nach Beendigung der Untersuchung.

Über besondere Rektoskope, deren Aufbau umfangreicher und Durchmesser dicker als die der Routine-Rektoskope ist, werden auch chirurgische Eingriffe am Patienten vorgenommen.

Eine geplante Rektoskopie wird beim Patienten nach eingehender Vorbereitung, Entleerung des Darminhaltes, in nüchternem Zustand durchgeführt.

Während der Untersuchung wird der Patient in aller Regel vom Endoskopiepersonal professionell betreut.

Die Untersuchung des unteren Darmabschnittes (Rektoskopie), ist risikoarm.